Schlosskapelle

„Perle des Gut Sutthausen“ , so könnte man diese hübsche Schlosskapelle nennen. 1894 ließ sie Gottfried von Korff im romanisierenden Stil errichten. Vorher stand auf der anderen Seite der Düte die baufällige Gutskapelle aus dem Jahr 1622. Besonders bemerkenswert ist der farbige Schnitzaltar, dessen gotische Figuren und Reliefs zum Teil aus der Werkstatt des berühmten „Meisters von Osnabrück“ um 1520 stammen sollen. Die interessante Wappenreihe am Orgelboden stammt noch aus der Vorgängerkapelle.
Die Schönheit der Kapelle ist auch daran ablesbar, dass jedes Jahr viele Brautleute hier ihr Jawort vor dem Traualtar geben.

Schlosskapelle
Dennis Wubs

Ursprünglich war der Hof Sutthausen vermutlich der Stammsitz des gleichnamigen Geschlechtes, denn ein Knappe, Johann von Sutthausen, wird im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Auf diesem Hof erbaute 1280 der Ritter Eberhard von Varendorf gegen den Willen des Bischofs und der Stadt Osnabrück eine feste Burg. Sie war so stark gesichert, dass die Osnabrücker kurze Zeit später eine Belagerung abbrechen mussten.

Nach mehrmaligem Besitzerwechsel kaufte im 17. Jahrhundert Dietrich von Korff die Burg. Das Wappen über dem früheren Eingang weist auf Theodor Ludwig von Korff hin, den Propst von St. Johann in Osnabrück. Der ließ an der Stelle der Burg ein schlichtes, zweistöckiges Schloss errichten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhielt es eine dritte Etage und eine prächtige Freitreppe, die allerdings später aus bautechnischen Gründen wieder abgetragen werden musste. 1924 starb die Familie von Korff-Sutthausen im Mannesstamm aus. Die Erbinnen veräußerten das Anwesen.

1935 kam es in den Besitz des Osnabrücker Bischofs, der es den Thuiner Franziskanerinnen zur Verfügung stellte. Sie richteten ein Damenheim ein und nannten es „Marienheim“. 1941 wurde es vom nationalsozialistischen, weiblichen Arbeitsdienst in Beschlag genommen. 1945 konnten dann die Thuiner Schwestern wieder herein. Sie nahmen nun das „Kindergärtnerinnenseminar“ auf, das später in das wieder erbaute Wilhelmstift in Osnabrück umzog (heute: Franz-von-Assisi-Schule). Seit dem Jahr 1951 existiert hier im Marienheim eine Hauswirtschaftsschule. 1997 zog die Schule um in den Neubau hinter der Kapelle und präsentiert sich heute als staatlich anerkannte berufsbildende Schule mit diversen Angeboten.

Im alten Schlossgebäude haben die Thuiner Franziskanerinnen ihr Domizil. Aber auch eine Arztpraxis mit dem Schwerpunkt „Chinesische Medizin“ befindet sich unter diesem Dach, ebenso einige Schulräume. Im ersten Obergeschoss findet man den ehemaligen Rittersaal mit seiner stuckverzierten Decke.
Seit Januar 2018 ist der Bischof von Osnabrück wieder Besitzer der ganzen Anlage. Die Schule ging in die Schulstiftung des Bistums Osnabrück über.

Die Schlosskapelle des Marienheimes in Sutthausen gehört zur KIRCHE-AM-WEG-Aktion des Bistums Osnabrück.

Luftaufnahmen: Herzog / weitere Fotos: Dennis Wubs

Bildergalerie

BERUFSBILDENDE SCHULEN IM MARIENHEIM

BERUFSBILDENDE SCHULEN IM MARIENHEIM

Staatlich anerkannte Ersatzschule

Gut Sutthausen 1
49082 Osnabrück
Fon: (0541) 99004-0
Fax: (0541) 99004-80
E-Mail:

In Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück

In Trägerschaft der Schulstiftung im Bistum Osnabrück